Wegkreuze in Kinding

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(Text- und Bildquellen: Anneliese Hauf, Kinding)

 

Bergkreuz

Bergkreuz 

Das Bergkreuz, ein Holzkreuz mit großer Christusfigur und kleiner gusseiserner Madonna, wurde am 18. Juli 1857 aufgestellt und am nächsten Tag durch H. H. Dr. Joseph Ernst, Domkapitular und Regens zu Eichstätt geweiht. Die Predigt hielt H. H. Professor Suttner. Neben zahlreichen Gläubigen nahmen auch sieben Priester aus den Nachbarpfarreien daran teil. Spender waren der Kindinger Pfarrer Georg Pflieger und andere nicht genannte Spender. 1902 hat Pfarrer Karl Pfaller ein neues Bergkreuz aufstellen lassen. Nachdem ein Sturm 1956 das Kreuz umgerissen hatte, wurde auf Initiative von Pfarrer Georg Daum wiederum ein neues Kreuz aufgestellt.1980 wurde es restauriert und die gusseiserne Muttergottes wieder angebracht, Wohltäter war Josef Betz. Im Zuge der Flurbereinigungmaßnahmen und durch private Spenden erfolgte 1997 eine erneute Renovierung, Anstrichmaßnahmen auf Privatinitiative der Familien Götzenberger und Hauf wurden 2007 und 2010 durchgeführt.

Fergkreuz

Fergkreuz 

Das „Ferg-Kreuz“ wurde gemäß den Erzählungen von Hedwig Ferg (+) vermutlich in der Zeit um 1890/1900 an der Staatsstraße nach Kipfenberg errichtet und war bis in die 60er Jahre Station der Flurprozession. Renoviert und neu gesetzt wurde es unter der Regie von Josef Pröll, damals Vorstand des Gartenbauvereins, und im Rahmen einer Maiandacht 1992 durch Pfarrer Franz Meier geweiht.

Flankiert wird das Kreuz von zwei mittelalterlichen Sühnesteinen (Steinfragmente mit reliefierten Kreuzen) aus der Zeit etwa um 1794.

Aus den Historischen Blättern 1960 Nr. 4: Steinkreuze und Kreuzsteine im Kipfenberger Land von Anton Gäck:

Am 6. März 1587 gerieten zwei Kindinger in einer Wirtschaft hintereinander. Der eine schlug den anderen mit der Kante eines Maßkruges dreimal so auf den Kopf, dass dieser zu Boden sank und, obwohl der sofort verbunden wurde, noch in derselben Nacht starb. Die Verhandlung am 17. September 1587 verlangte vom Täter das Aufkommen für die Kosten eines Seelenamtes und einer stillen Messe in der Pfarrkirche zu Kinding. Für die Wallfahrt nach Rom und Aachen mussten zwei Gulden in Dominikanerkloster zu Eichstätt gegeben werden. Als Entschädigung an die Witwe des Erschlagenen hatte der Totschläger 100 Gulden in zwei Teilen zu entrichten. Eine harte Strafe bedeutete für ihn die Erstattung der gleichen Summe in bar. Nur ein Beiständer war im zur Seite gestanden. Das Sühnekreuz brauchte nur zwei Werkschuh hoch und eineinhalb breit zu sein. Wo es aufgestellt wurde, weiß man nicht mehr. Kurz vor der mittelalterlichen Brücke von Kipfenberg her stehen zu beiden Seiten des Feldkreuzes zwei Kreuzsteine. Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass sie jünger sind als die gewöhnlichen Sühnekreuze. Aus einem Eintrag im Sterbebuch der Pfarrei Kinding geht hervor, dass am 28. April 1794 zwei Burschen in der Altmühl, die bis zur Altmühlregulierung 1928 hier noch nahe der Straße vorbei floss, ertranken. Man setzte ihnen zwei über zwei Meter lange Kreuzsteine, eigentümlicherweise ohne Inschrift und Jahreszahl. Die 23 bzw. 25 Jahre alten Burschen, die als Dienstknechte in Kinding tätig waren, stammten von auswärts. Obwohl das schreckliche Ereignis nicht allzu weit zurückliegt, entschwand es vollständig dem Gedächtnis der Leute. Die Kindinger wollen wissen, dass sich an der Stelle, wo die Kreuze stehen, zwei Grasweiber in die Haare gerieten und sich mit ihren Sicheln so zurichteten, dass sie starben.

 

Flurbereinigungskreuz an der Staatsstraße nach Haunstetten

Flurbereinigungskreuz 

Das Flubereinigungskreuz (ein Holzkreuz mit Christusfigur) wurde zum Abschluss der Flurbereinigungsmaßnahmen aufgestellt und im Juni 1997 von Pfarrer Franz Meier geweiht.

 

Friedhofskreuz

Friedhofskreuz 

Am 05.12.1900 erhält Pfarrer Karl Pfaller die Vollmacht, den neuen Teil des Gottesackers zu benecidieren und das Kreuz zu weihen. Das Friedhofskreuz (ein Holzkreuz mit vergoldeter Christusfigur) stand ursprünglich an der südlichen Friedhofsmauer, wurde jedoch 2007 aus Sicherheitsgründen an die westliche Friedhofsmauer versetzt.

 

Kreuz bei der Elsbeere an der alten Kipfenberger Straße

Kreuz bei der Elsbeere 

Ursprünglich stand an dieser Stelle ein Wegkreuz der Familie Mödl. Hier war auch eine Station der Flurprozession. In den 1960er Jahren wurde dieses Kreuz an die jetzige Stelle am Kapellenweg versetzt.

Bei der Elsbeere wurde ein kleines neues Kreuz errichtet, Herkunft und nähere Einzelheiten sind nicht bekannt.

 

Glorreiches Kreuz bei Kipfenberger Straße 6

Hafner Kreuz 

Errichtet wurde es durch Elisabeth Hafner am 07.12.2005, am 08.12.2005 geweiht von Pfr. Franz Meier. Beschreibung: Rettungsanker für diese Zeit, weltweit gleiches Erscheinungsbild, Höhe 7,38 Meter (1/100 des Kalvarienberges), Farben der Muttergottes in blau-weiß; Beleuchtung: die Finsternis wird erhellt – Licht für die Dunkelheit. Gleiche Kreuze stehen an Wallfahrtsorten z. B. in Fatima/Portugal, Nazareth/ Israel, Santiago de Compostela/Spanien, Manduria/Italien, u. a.; in unserer Nähe: Titting, München, Heidelberg, Frankfurt.

 

Holzkreuz am Papiersteg

Kreuz beim Papiersteg 

Das Holzkreuz wurde 1983 von Rudolf Hafner errichtet und im Mai 1983 von Pfarrer Sebastian Russer geweiht.

 

Eisenkreuz der Familie Schlittenbauer

Kreuz Familie Schlittenbauer 

Das Eisenkreuz auf Natursteinsockel war ursprünglich das Grabkreuz von Pfarrer Michael Lindner im Friedhof. Es wurde 1998 an das Waldgrundstück der Familie Schlittenbauer an der alten Beilngrieser Straße versetzt und neu geweiht durch Pfr. Franz Meier.

 

Landeskreuz an der Staatsstraße nach Greding

Landes Kreuz Gredinger Straße 

Das Kreuz war ursprünglich Grabkreuz des Handschuhmachers Anton Kratochwil (Flüchtling aus Stolzhaim im Sudetenland, wohnte HN 38 ½ , er starb am 03.11.1952), nach Auflösung seines Grabes - etwa in den 60er Jahren - wurde das Kreuz (Herrgott geschnitzt vom Holzschnitzer Willi Meier, ebenfalls Flüchtling, wohnte HN 15) in die Gredinger Straße versetzt, das alte Kreuz wurde leider gestohlen und ein neues 1988 von Familie Adolf Landes errichtet.

 

Holzkreuz Familie Mödl

Mödlkreuz 

Das Holzkreuz stand bis in die 1960er Jahre bei der Elsbeere an der alten Kipfenberger Straße und war Station der Flurprozession. Dann wurde es wegen der Verlegung des Prozessionsweges in den Kapellenweg versetzt und ist nun die 3. Station der Flurprozession an Christi Himmelfahrt.

Steinkreuz Familie Geyer

Steinkreuz Geyer 

Das Steinkreuz der Familie Lorenz Geyer stand vorher im Maierfeld und wurde im Zuge des Neubaus der Grundschule Kinding 1988 in die Eugen-Kampa-Straße an die Maschinenhalle versetzt; errichtet etwa 1972/73 als Station für die Flurprozession

 

Steinkreuz Familie Riedl

Riedlkreuz 

Das Steinkreuz mit Christusfigur auf Sockel an der Beilngrieser Straße wurde von Frau Walburga Riedl gestiftet und am 22. September 1958 von Pfarrer Georg Daum eingeweiht. Von diesem Kreuz aus bewegt sich die Prozession an Mariä Lichtmess sowie die Palmprozession am Palmsonntag zur Pfarrkirche. Außerdem ist dort die erste Station der Flurprozession an Christi Himmelfahrt.

 

Holzkreuz Familie Strauß

Holzkreuz Strauss 

Das Kreuz war früher das Grabkreuz der Familie Strauß und wurde nach dem Tod von Bäckermeister Heinrich Strauß (+ 1973) durch einen Grabstein ersetzt und an der Beilngrieser Straße wieder aufgebaut. Renovierungen erfolgten 1990 und 2013.

 

Eisenkreuz Familie Stufler

Stufler Kreuz 

Errichtet wurde das Eisenkreuz auf einem Felsen an der Gredinger Straße um 1900 von Schmiedemeister Josef Stufler.

 

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